Wege zur frühen sonderpädagogischen Förderung


Von der Geburt bis zur Einschulung

Wie so oft, gilt auch bei Kindern mit Beeinträchtigungen eine frühe Erkennung und gezielte Förderung. Je früher mögliche Therapien einsetzen, desto besser sind häufig die Erfolge:

  • Regelmäßige ärztliche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen (U1-U9 [U10-11], J1 [J2])
  • Fachlich fundierte Beobachtung und Erkennung im Kita-Bereich, besonders im letzten Kita-Jahr (Vorschule), Stichwort: "Bielefelder Screening" und "Würzburger Training"
  • Feststellung eines schulischen sonderpädagogischen Förderbedarfs noch vor der Einschulung, z.B. im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung ein Jahr vor der Einschulung

Förderung in der Kita

Bereits im vorschulischen Bereich bieten Kitas eine Förderung an. Die Einrichtungen folgen unterschiedlichen Ansätzen und Schwerpunkten:

  • "Normale" Kita (ohne besondere Integrations- oder Inklusionsansätze)
  • Kitas mit Integrationsgruppen (also eher Exklusion!)
  • Sprachheilkindergärten
  • Integrative Kitas / Integrationskindergärten
  • Heilpädagogische Kindergärten
  • Einrichtungen mit Früherkennung und Frühförderung

Feststellung eines Förderbedarfs in der Grundschule

Das rechtzeitige Anstoßen des Verfahrens zur Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs ist sehr wesentlich für die Gewährung sonderpädagogischer Förderung in der Grundschule und danach.

  • Nur dann ist die Schule in der Lage, eine fachlich fundierte sonderpädagogische Förderung und entsprechende "Lehrerstunden",sowie eine eventuell notwendige Sonderausstattung bereitzustellen.
  • Nur wenn ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden ist, kann die Anzahl Schüler in einer Klasse reduziert und damit die Lernsituation den Verhältnissen adäquat angepasst werden (inklusiv beschulte Kinder zählen doppelt bei der Ermittlung der Anzahl Schüler/Klasse).

Quelle: ??

pdf-Download ->hier

 

Eine weitere Grafik des NLQ, Hildesheim ergänzt die Angaben

In Niedersachsen: Für das Verfahren vor/in der Grundschule gilt folgender Verfahrensablauf:

  • Eltern können keine sonderpädagogische Förderung "beantragen", sondern nur das Verfahren zur Feststellung anstoßen, wenn dieses nicht bereits durch die Kita oder im Zuge der Schulanmeldung erfolgt ist.
  • Eltern/Sorgeberechtigte müssen ihr Einverständnis dazu geben! 
  • Sie wenden sich dazu an den Schulleiter der Grundschule im Einzugsbereich oder direkt an ein lokales Förderzentrum
  • Der Schulleiter der Grundschule holt bei dem lokalen Förderzentrum ein Beratungsgutachten ein und informiert die Erziehungsberechtigten (EZB) über das Ergebnis
  • weitere Schritte ergeben sich aus der nebenstehenden Grafik